Monatsarchiv für April 2010

Wolfgang Müller

Social Media Marketing – Fluch oder Segen?

Das ist eine Frage die zur Zeit sowohl Werbetreibende als auch Werbeempfänger bewegt. Social Media Marketing (oder genauer Social Media Targeting) lässt aufgrund der in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Wer-kennt-wen, StudiVZ oder auf Marktplätzen wie Amazon abgespeicherten Nutzerinformationen zielgerichtet Werbung zu. So bekommt man z.B. nachdem man in Amazon bestimmte Produkte angeschaut hat, darauf zugeschnitten Werbung von Amazon und anderen im Nachgang. Wenn man in einem sozialen Netzwerk angegeben hat Nachwuchs bekommen zu haben, erscheint z.B. bald darauf ein Banner für günstige Babynahrung usw.
Oberflächlich betrachtet hat das Social Media Marketing nur Nutzen: so bekommen die Werbeempfänger auf sie zugeschnittene Werbung und werden nicht zugemüllt mit belanglosen Inhalten. Diese personalisierte Form von Werbung erhöht Nutzen und Relevanz für die Werbeempfänger.
Gleichwohl registrieren die Empfänger, und hier besonders Ältere, diese Form von Werbung mit einem gewissen Unwohlsein. Es ensteht das Gefühl ein gläserner Konsument geworden zu sein.
Die Werbetreibenden auf der anderen Seite haben natürlich deutlicher geringere Streuverluste und damit Kosten für Ihre Werbung. Die in der Regel erfolgsbasiert abgerechneten Kampagnen können mit soziodemografischen Zielgruppenmerkmalen wie Alter, familiärer Status, Geschlecht, Wohnort usw. zusammengestellt werden. Über die sozialen Netzwerke erreichen die Werbetreibenden dann exakt ihre Zielgruppe teilweise in Millionengröße.
Es bedarf für den langfristigen Erfolg dieser Werbemethode aber eines offenen Umgangs mit der Datenerhebung, der absoluten Einhaltung von datenschutzrechtlichen Belangen und der Möglichkeit der Werbeempfänger sich innerhalb der Netzwerke solcher Werbung zu entziehen. Durch solche Transparenz lässt sich dann auch die notwendige Akzeptanz in diesem Werbemarkt erreichen. Letztendlich können dann alle Beteiligten Ihre Vorteile daraus ziehen.

Tobias Faust

Schöne Ostertage 2010

Das living-C Team wünscht Ihnen allen schöne und erholsame Ostertage. Genießen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Liebsten.

Tobias Faust

It’s all about relevance

Relevanz [rele'vants], die: Bedeutsamkeit, Wichtigkeit in einem bestimmten Zusammenhang (Wiktionary – http://de.wiktionary.org/wiki/Relevanz). Mit Relevanz bezeichnet man eine Bedeutung in einem präzisen Kontext. Relevant ist eine Aussage, ein Begriff oder Ausdruck, wenn es wichtig im Sinne eines Themas erscheint. Relevanz gewinnt man meistens durch Recherche des nötigen Wissens ein Thema betreffend, der anschließenden Analyse und Entscheidungsfindung. Je umfangreicher die Recherche und je präziser die Analyse, umso eher wird das Ergebnis relevant im untersuchten Kontext.

Gerade im Bereich des Internets gewinnt der Begriff der Relevanz eine zunehmende Bedeutung. Wer sich mit seinem Internet-Shop von der Masse und auch der Konkurrenz abheben möchte, gewinnt mit Relevanz guten Boden.

Aber was ist eigentlich Relevanz?

Relevanz ist ein sehr abstrakter und – absichtlich oder nicht – sehr diffus. Ohne hier in die philosophische Tiefe des Wortes Relevanz einzusteigen (mehr zu lesen z.B. unter http://www.digitalpublic.de/was-ist-relevanz-oder-konnen-medien-relevanz-erzeugen), ist die Relevanz (meiner Meinung nach) eine Mischung aus Bedeutung und Wichtigkeit für die betrachtende/interessierte Person. Für einen Kunstinteressierten ist eine Gauguin-Ausstellung in seiner Heimatstadt relevanter, als für einen Fußballfan. Und damit ergibt sich auch gleich für die Gauguin-Ausstellung die entsprechende Zielgruppe, nämlich jene kunstbegeisterten Menschen, die auch weite Wege auf sich nehmen um die Gemälde zu betrachten und mit Interessensgenossen zu diskutieren.

Was bringt mir dieses Beispiel als Internet-Shop-Betreiber?

Nichts und viel. Das kommt darauf an, welche Relevanz das Thema für Ihren Bereich hat ;)
Im ernst, Sie als Shop-Betreiber betreiben sozusagen die Ausstellung und sind auf der Suche nach jenen Kunstinteressierten, die dann Ihre Ausstellung besuchen. Für den Kunstinteressierten muss aber Ihre Ausstellung relevant erscheinen, um den Aufwand an Zeit und Geld zu rechtfertigen, beziehungsweise eine gewisse Befriedigung zu erlangen.
Das bedeutet, dass ein potentieller Kunde Ihre Ware als relevant für seine eigenen Bedürfnisse erkennen muss. Oder anders gesprochen, wenn Sie bei dem Kunden das Verlangen, den Artikel in Ihrem Angebot zu kaufen, wecken, haben Sie alles richtig gemacht.
Die Ansprache an den Kunden ist besonders abhängig von der Art der Ware, die Sie verkaufen. Sie werden beim Verkauf von Staubsaugern kaum Interessenten anlocken, indem Sie das Berührungsempfinden der Oberflächen beschreiben. Verkaufen Sie z.B. hochwertige Schokolade aus der Schweiz, dann gilt es andere Sinne beim Interessenten anzusprechen, wie z.B. den Geschmackssinn oder Bilder der schweizer Berge im Kopf des Kunden erzeugen.

Recherche, Analyse, Ergebnis

Als Shop-Betreiber wissen Sie mit Sicherheit am Besten, wer Ihre Kunden sind und welche Anforderungen diese an Ihre Produkte stellen. Ermitteln Sie, was Ihre Kunden an Ihren Produkten für wichtig erachten bzw. was sie an diesen schätzen. Denken Sie auch darüber nach, wie Ihre Kunden auf Ihre Produkte aufmerksam werden (könnten). Je mehr Zeit Sie in die Recherche investieren, umso effizienter können Sie Ihre Analyse betreiben. Natürlich gilt es auch immer, ein gewisses Kosten-Nutzen-Verhältnis zu berücksichtigen.
Sind Sie erst einmal bei der Analyse angekommen, geht es darum, wichtige Suchbegriffe zu ermitteln um damit eigene Text zu schreiben. Die Analyse geht sozusagen fließend in das Ergebnis über.
Wer sich bei der Analyse und der Erstellung eigener Texte Mühe gibt, wird dieses sicherlich schnell merken, weil die eigenen Webseiten in den Suchergebnissen immer höher gelistet werden. Dies hat damit zu tun, dass die Suchmaschinen einzigartigen Texten eine höhere Relevanz zuordnen, als solchen, die einfach per copy&paste immer die gleichen Texte beinhalten.
Hierbei sei gesagt, dass die Relevanz der Suchergebnisse nicht immer die Relevanz widerspiegelt, die der Sucher an die Ergebnisse anlegt. Wie oft kommt es vor, dass man einen mehrwortigen Suchbegriff in die Suche eingibt und Unrat oder uralte Foren vorgesetzt bekommt. Wer also zum Beispiel bei der Recherche von Suchbegriffen auf hauptsächlich alte Ergebnisse stößt, kann sich durchaus gute Chancen ausrechnen, mit einem frischen Text für Aufmerksamkeit sorgen zu können.

Fazit

Mein Fazit lautet, durchaus sich die Mühe zu machen, im eigenen Online-Shop selbsterstellte Texte für Überschriften, Kurz- und Langbeschreibungen und Meta-Tags zu verwenden. Auch wenn das Setup dieser Texte zeitaufwendig ist und durchaus auch nicht trivial, der Aufwand lohnt sich durchaus.