Archiv für das Tag 'digitale Logistik'

In der heutigen internetgetriebenen Wirtschaft ist der Vertrieb über die verschiedenen Kanäle die das Web bietet eine Selbstverständlichkeit geworden. Für Softwarehersteller (auch von PC-Games) stellt zudem der elektronische Vertrieb ihrer Software (ESD= Electronic Software Distribution) eine zusätzliche Vertriebschance dar.

Dies gilt insbesondere auch für kleine und mittelständische Softwareunternehmen. Diesen bietet sich nicht nur der Vorteil eines zusätzlichen Vertriebsweges der weltweit die Nutzer ansprechen kann, sie haben auch handfeste Kostenvorteile die es Ihnen ermöglichen in einem Rahmen zu wachsen den der klassische Handel nicht zu bieten hat.

Denn, digitale Logistik ist zukunftsweisend durch:

  • sofortige Verfügbarkeit
  • geringere Investitionen und Risiken
  • attraktiveres Pricing
  • bessere Kundenbindung durch einfache Subskriptionsmodelle und
  • ESD bildet durch die digitale Logistik (keine Verpackung, kein physikalischer Transport) perfekt den aktuellen Trend zur Green IT ab.

Das alles macht den Markteinstieg und die schnelle Verbreitung der Produkte für Softwarehersteller wesentlich einfacher und günstiger. Neue Produkte lassen sich ohne großen finanziellen Aufwand im Markt testen.

Eine besondere Möglichkeit des Onlinevertriebs bildet im Übrigen für Softwareunternehmen auch Software-as-a-Service (SaaS), d.h. die Software wird gegen eine Nutzungsgebühr als browserbasierte Webanwendung angeboten.

Entsprechend wirkt sich das auch in den Zahlen aus, die IDC, Bitkom und die GfK erhoben haben für den legalen Downloadmarkt. Für 2009 prognostiziert die Bitkom Softwareumsätze von 15,3 Mrd. Euro, der Anteil an ESD beträgt weltweit momentan knapp 3% mit Wachstumsraten von über 30% jährlich, in Deutschland laut GfK sogar über 40 % und wächst damit mehr als fünfmal so schnell wie der gesamte Software-Markt. Fast jeder dritte Kunde lädt seine Software kostenpflichtig direkt aus dem Internet herunter. Dies wurde ermöglicht durch den rasanten Ausbau der Breitbandanschlüsse und hat bereits im Vorreitermarkt für Downloads, dem Vertrieb von Musik als mp3 über Portale wie iTunes, für enormes Wachstum und Milliardenumsätze gesorgt.

yearly ESD software sales in %

Quelle: IDC, 2005

Entgegen dem allgemeinen Trend der geringpreisigen Titel im allgemeinen Downloadmarkt, werden im Softwarebereich auch hochpreisige bzw. –wertige Titel als Downloads verkauft. Dies sind besonders Office-, Grafik-, Programmier und Securitysoftware sowie Tools mit Zusatznutzen für das Betriebssystem.

Allerdings müssen sich die Firmen auch den Herausforderungen stellen die ESD stellt, nämlich einer stringenten Vertriebspolitik mit marktgerechtem Pricing, Multichannelmarketing um die Käufer über die verschiedenen Verkaufswege zu erreichen, die Einbindung der wichtigsten Onlineportale für Downloadsoftware wie Softwareload, Softwarehouse etc. sowie die Multiplikatoren wie die United Internetportale, Heise usw.
Wichtig sind die Einbindung in die richtigen Affiliatesysteme, Preisvergleichsmaschinen und Search Engine Marketing (SEM) bei Google und anderen Betreibern von Suchmaschinen bzw. High Traffic Websites.

Da diese Maßnahmen Kompetenzen erfordern, die die übliche Personalgröße einer mittelständischen Softwarefirma übersteigen, sollten wo nötig hier externe spezialisierte Berater für das Channel Management, Onlinemarketing, Onlineshopplattform usw. eingebunden werden.

Neben der Software ist im Übrigen der Video-On-Demandmarkt einer der wachstumsstärksten kostenpflichtigen Downloadbereiche. Laut GfK gab es zuletzt Wachstumsraten von stolzen 162 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend wird sich nach Ansicht der  Experten weiter fortsetzen. Aktuelle Studien wie „Deutschland Online 5“ gehen davon aus, dass bis 2015 50 % aller Breitbandkunden auf Onlinefilmangebote zugreifen werden.

Weder Software noch Filme können allerdings momentan noch die Umsätze von Musikdownloads erreichen. 2008 wurden ca. 48 Millionen Alben bzw. Einzeltitel im Web als Download gekauft.

Schätzungen von Experten gehen dahin, dass der Anteil der Downloads am Gesamtumsatz aller Medien schon in den nächsten Jahren auf über 50% steigen soll. Es ist für alle Marktteilnehmer eminent wichtig sich allerspätestens jetzt dafür zu positionieren und diesen Vertriebsweg einzuschlagen. Wir helfen Ihnen gern dabei.